Mit strengen Qualitätsstandards und spezifischen Materialanforderungen sind Präzision und Haltbarkeit in der Medizintechnik unerlässlich. Bei Ecrimesa Group bieten wir fortschrittliche Fertigungstechnologien wie Metal Injection Moulding (MIM) und Feinguss an, um die hohen Anforderungen von Herstellern medizinischer Geräte zu erfüllen.
Die Medizintechnik benötigt eine Vielzahl von Metallkomponenten aus Stahl, Edelstahl und Aluminium, die alle hohe Präzision und strikte Normeinhaltung erfordern. Bei Ecrimesa Group erfüllen wir diese Anforderungen mit zwei spezialisierten Technologien: Unserem Feingussverfahren, ideal für Bauteile bis zu 18 kg – unterstützt durch unsere eigene mechanische Bearbeitung – sowie unserer MIM-Technologie, die sich besonders für kleine, geometrisch komplexe Komponenten aus Stahl und Edelstahl eignet. Gemeinsam ermöglichen uns diese Technologien, das gesamte Spektrum der medizintechnischen Fertigung abzudecken.

MIM für komplexe, miniaturisierte Medizintechnik-Komponenten
Für hochdetaillierte und kompakte Bauteile, wie sie z. B. in Endoskopen verwendet werden, bietet MIM eine hocheffiziente Lösung. Diese Technologie erlaubt die Herstellung von Teilen unter 150 Gramm mit komplexen inneren Strukturen wie geschlossenen Kanälen oder Außengewinden – was mit mechanischer Bearbeitung sehr schwierig oder teuer wäre. Durch die Reduzierung nachgelagerter Bearbeitungsschritte erreichen wir präzise Toleranzen nach EPMA-Standards – und bei kritischen Maßen sogar darüber hinaus. Seit Jahren vertraut die Medizintechnik auf diese zuverlässige Technologie zur Herstellung leistungsstarker Bauteile mit gleichbleibender Qualität und hohem Designfreiraum.

Biopsieinstrumente, wie Biopsiezangen, sind typische Beispiele für medizinische Geräte, die mit MIM gefertigt werden. Edelstahl wird aufgrund seiner Beständigkeit bevorzugt, während MIM komplexe Geometrien und hervorragende Oberflächenqualität ermöglicht – entscheidend für Komponenten mit Patientenkontakt.

Um die Anforderungen des Medizintechniksektors zu erfüllen, bieten wir ein breites Portfolio an MIM-Materialien an. Darunter befindet sich auch eine eigens entwickelte CrCo-Legierung, die speziell für die Herstellung von Prothesen ausgelegt ist. Diese Materialinnovation wurde durch unsere Zusammenarbeit mit dem CDTI (Zentrum für industrielle technologische Entwicklung) in Madrid ermöglicht.

Technische Informationen zu Materialien und Toleranzen
Detaillierte Informationen zu unseren Materialien, Maßtoleranzen und Fertigungsstandards finden Sie direkt unter: ecrimesagroup.com/downloads

Qualitätskontrolle: Ein Grundpfeiler in der Medizintechnik
Die Qualitätskontrolle ist ein zentrales Element unseres Fertigungsprozesses und eine wesentliche Anforderung der Medizintechnik. Bei Ecrimesa Group verfügt jedes unserer Unternehmen über eine eigene Qualitätsabteilung, ausgestattet mit Systemen wie GOM Scan und Quick Vision. Diese hochmodernen Werkzeuge werden je nach Größe und Komplexität der Bauteile ausgewählt und ermöglichen eine präzise Prüfung und gleichbleibende Exzellenz in jedem Projekt. Für die Prüfung der Materialintegrität verfügen wir über ein vollständig ausgestattetes Labor mit einem hochqualifizierten Team, das die Qualität des Materials vom ersten Moment an kontrolliert.

Feinguss: Kontrolle des Schmelzprozesses für medizinische Legierungen
Unser Feingussprozess beginnt mit der vollständigen Kontrolle des Schmelzvorgangs. Wir überwachen wichtige Parameter wie Legierungszusammensetzung, Temperatur und chemisches Gleichgewicht, um sicherzustellen, dass jedes Teil den Spezifikationen unserer Kunden entspricht. Dank unserer hauseigenen Schmelzanlagen können wir die Legierungen präzise anpassen und Materialien liefern, die den Anforderungen der Medizintechnik gerecht werden.

Für schwere Teile in kleinen Stückzahlen ist der Feinguss die ideale Lösung. Die Designflexibilität in Kombination mit unseren Inhouse-Bearbeitungsmöglichkeiten macht ihn besonders geeignet für komplexe Komponenten wie chirurgische Instrumente, bei denen Präzision und Zuverlässigkeit unerlässlich sind.

Der Feinguss spielt auch im orthopädischen Bereich eine zentrale Rolle und bietet ein Maß an Detailgenauigkeit und Oberflächenfinish, das herkömmliche Verfahren wie Schmieden übertrifft. Zwar werden Schmiede- und Bearbeitungsverfahren noch eingesetzt, ihre Wirtschaftlichkeit ist jedoch gesunken. Für größere Stückzahlen ist der Feinguss heute dank geringerer Materialverluste und weniger Nachbearbeitung deutlich wettbewerbsfähiger.

Das abgebildete Bauteil ist Teil einer Knieprothese, üblicherweise aus Edelstahl gefertigt – wegen seiner hohen Festigkeit, Biokompatibilität und Belastbarkeit. Angesichts der gestiegenen Stahlpreise ist der Feinguss mittlerweile auch bei kleinen Serien kostengünstiger.
Wie Komplexität, Gewicht und Stückzahl über MIM oder Feinguss entscheiden

Neben der Orthopädie wird der Feinguss auch bei größeren Stückzahlen medizinischer Geräte eingesetzt, die im direkten Patientenkontakt stehen – etwa Endoskope, chirurgische Zangen, Skalpelle, OP-Tische, Tragen, Pumpenkomponenten oder Steckverbindungen. Die Grafik zeigt, wie Ecrimesa Group seine Technologien in Abhängigkeit von Komplexität, Gewicht und Produktionsvolumen anwendet. MIM eignet sich dabei besonders für hochkomplexe, leichte Bauteile in großen Serien.

Wir begleiten unsere Kunden in jeder Entwicklungsphase mit Rapid-Prototyping-Lösungen sowohl für Feinguss als auch MIM. Diese sind besonders in der Produktoptimierung nützlich, um frühzeitig Passform, Montage und Ergonomie zu testen – entscheidende Aspekte für die Zulassung im Gesundheitswesen.
Bei MIM-Komponenten spielt die additive Fertigung eine Schlüsselrolle: Sie ermöglicht die Herstellung von Prototypen ohne Werkzeuge und bietet damit hohe Designfreiheit bei geringerer Entwicklungszeit. Zwar erreichen diese ersten Prototypen noch nicht die mechanischen Eigenschaften der gesinterten Endprodukte, sie dienen jedoch zur Geometrieprüfung und zur Beschleunigung des Entwicklungsprozesses.
Im Gegensatz dazu liefert das Prototyping für den Feinguss Ergebnisse, die bereits stark der Serienproduktion ähneln. Zwar werden Wachsmodelle in geringen Stückzahlen per 3D-Druck erzeugt, doch alle nachfolgenden Schritte – Guss, Wärmebehandlung, Oberflächenbearbeitung – entsprechen exakt der Serienfertigung. So lassen sich Materialeigenschaften und Oberflächenverhalten realitätsnah bewerten. Auch die Maßgenauigkeit bleibt innerhalb der durch den Wachsdruck zulässigen Toleranzen – vollständig realisierbar bei Ecrimesa Group.
Als zuverlässiger Partner für zahlreiche Unternehmen im Gesundheitswesen erfüllen wir die höchsten internationalen Standards und sind unter anderem nach EN9100:2018, IATF16949:2016, ISO 14001:2015, CQI-9 und AD2000 Merkblatt WO zertifiziert – für die Herstellung von Stahlteilen per MIM und Feinguss.
Vergleichen Sie unsere Technologien im Detail auf unserem Blog: Welches ist die beste Technologie zur Herstellung von Metallteilen?




