Die metallurgische Industrie steht vor großen Herausforderungen bei der Behandlung ihrer industriellen Abwässer – insbesondere im Hinblick auf deren elektrische Leitfähigkeit. Als Antwort auf diese Problematik hat Ecrimesa in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Chemie- und Bioingenieurwesen der Universität Kantabrien (UC) ein innovatives Projekt gestartet, um die Leitfähigkeit der Abwässer mithilfe fortschrittlicher Membrantechnologien zu reduzieren.
Das Hauptziel dieses Projekts ist die Entwicklung und Bewertung einer effizienten technologischen Lösung zur Reduzierung der Leitfähigkeit der in den Produktionsprozessen des Unternehmens entstehenden Abwässer. Dazu wird das Abwasser eingehend analysiert, um seine Zusammensetzung zu verstehen und die für die hohe Leitfähigkeit verantwortlichen Substanzen zu identifizieren. Anschließend werden verschiedene verfügbare Technologien zur Wasserbehandlung geprüft – mit besonderem Augenmerk auf Hohlfasermembran-Kontaktoren, die in diesem Bereich als besonders vielversprechend gelten.
Auf Grundlage dieser Analyse wird die Machbarkeit einer katalytischen Nitratreduktion mithilfe funktionalisierter Membranen bewertet, um die gelösten Stoffe zu entfernen, die zur hohen Leitfähigkeit beitragen. Schließlich wird eine technisch und wirtschaftlich tragfähige Lösung entwickelt, die ohne Beeinträchtigung der betrieblichen Effizienz implementiert werden kann und eine langfristige Nachhaltigkeit gewährleistet.
Die Forschungsgruppe für Fortgeschrittene Trennverfahren (PAS) der Universität Kantabrien, bekannt für ihre Expertise in Trenntechnologien, hat einen Ansatz entwickelt, der auf der Verwendung funktionalisierter Hohlfasermembranen basiert. Diese ermöglichen die selektive Trennung von Ionen und senken dadurch die Leitfähigkeit des Abwassers erheblich. Darüber hinaus sind sie sehr effizient bei der Entfernung von Nitraten und Schwermetallen, verbrauchen weniger Energie als andere Behandlungsmethoden und lassen sich problemlos in bestehende industrielle Systeme integrieren – ohne wesentliche Änderungen.
Der Einsatz dieser innovativen Technologie bringt zahlreiche ökologische Vorteile mit sich. Besonders hervorzuheben ist die Verbesserung der Qualität des eingeleiteten Wassers durch die Reduzierung gelöster Schadstoffe. Ein weiterer entscheidender Vorteil liegt in der Optimierung des Wasserverbrauchs: Eine effiziente Behandlung ermöglicht die mögliche Wiederverwendung des Abwassers in internen Prozessen – wodurch der Bedarf an Frischwasser gesenkt und eine nachhaltigere Nutzung der Wasserressourcen gefördert wird.
Dieses Projekt stellt einen wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit in der metallurgischen Industrie dar. Es zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen Industrie und akademischer Forschung innovative und wirkungsvolle Lösungen hervorbringen kann. Der Einsatz von Hohlfasermembranen, gestützt durch die Forschung der PAS-Gruppe der Universität Kantabrien, repräsentiert eine zukunftsweisende technologische Strategie zur Reduzierung der Leitfähigkeit industrieller Abwässer – und stärkt das Engagement der Unternehmen für Umweltschutz und Kreislaufwirtschaft.




